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Kultur

Die Kodavas haben sich ihre ganz individuelle ethnische Identität über die Jahrhunderte pflichtschuldig bewahrt. Sie haben ihre eigene Sprache, ihre einzigartigen Sitten und Traditionen.

Auch die Namen der Angehörigen des Kodava-Volkes sind charakteristisch und beinhalten immer den Clannamen. Der Clan ist ein zentrales Element der Kodava-Kultur und die Familien verfolgen ihren Stammbaum gewissenhaft durch alle Clans. Eine Heirat innerhalb des gleichen Clans versucht man zu verhindern.

Die Kodavas unterscheiden sich kulturell auch von anderen Gemeinschaften in Südindien. Obwohl sie Hindus sind, akzeptieren sie keine Brahmanenpriester. Sie bevorzugen Zeremonien, die von ihren Ältesten abgehalten werden und diese wiederum helfen der Gemeinschaft dabei die Zeremonien vorzubereiten. Auch fehlt dem Feuergott in der Kodava-Kultur die bedeutende Rolle, die er in den meisten hinduistischen Ritualen üblicherweise hat. Shlokas (altindische vierzeilige Verse) und vedische Gesänge kommen ebenfalls in ihrer Kultur nicht vor.

Sie sind mit Sicherheit die kriegerischste Gemeinschaft des Landes, sodass es nicht verwundert, dass sie ihre Gewehre und Schwerter verehren. Bis vor wenigen Jahrzehnten wurde die Geburt eines Sohnes noch mit einem Gewehrschuss angezeigt. Dieses Ritual sollte der Welt die Ankunft eines neuen Kriegers verkünden. Und wenn das Kind seinen Namen erhielt (entsprechend unserer Taufe), wurde ihm konserviertes Tigerfleisch gegeben, weil man glaubte, dass das Kind dann eines Tages genauso kämpfen könne wie ein Tiger.

Die Zielvorgabe in dieser Kultur war sicherlich, ein furchtloser Krieger zu werden. Diesen wilden Kämpfergeist spürt man in Coorg heute noch. Er ist der Grund, warum viele junge

Männer zur Armee, zur Polizei oder in die Forstbehörde gehen … immer dort hin, wo es Abenteuer zu erleben gibt.

Die exotische und vielfältig gewürzte Kodava-Küche ist überwiegend fleischlastig. Das unverkennbare Gericht der Region ist das ungewöhnliche Pandi-Curry (Schweinefleisch), das mit Kadumbuttu (Reisklößen) serviert wird. Andere außergewöhnliche regionale Spezialitäten sind das wohlschmeckende Koli-Curry (Huhn), Nool Puttu (Reisnudeln) und Bembla-Curry (Bambussprossen).

Jedes Ritual in Coorg – sei es die Namensgebung, Hochzeiten, eine Hauseinweihung sowie sehr viele Festivals – haben starke kriegerische Elemente. Heute werden zu Hochzeiten dicke Bananenstämme mit einem kleinen Coorg-Schwert zerhackt, um zu zeigen, dass die Familie des Bräutigams gekämpft und viele Feinde erlegt hat, um die Braut zu erobern – ein symbolischer Rückgriff in Tage, in denen die Männer um ihre geliebten Frauen kämpften. Die schönen Menschen hier, die farbenprächtigen Trachten, das Essen, Tanzen und die gute Stimmung auf Hochzeiten in Coorg machen diese Feste zu einem sehr vergnüglichen Ereignis. Die Frauen in Coorgs liberaler Gesellschaft werden sehr respektiert und die Männer benehmen sich immer noch sehr galant.

Das Erntefest heißt ‚Puthari’ oder ‚der neue Reis’. Mit Gewehrschüssen in den Nachthimmel wird das freudige Ereignis angekündigt, nachdem die ersten Reisbündel geschnitten wurden. Beim Festival der Waffen können die Coorger ihre Männlichkeit beweisen, indem sie eine Kokosnuss, die hoch oben in einem Baum befestigt wird, herunterschießen. Früher war dies auch die Zeit, in der die Coorger gemeinsam in den Wald gingen, um Tiger und Bären zu jagen. Jegliches Jagen ist heute zum Schutz des Wildbestandes untersagt.

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