Orange County Resorts & Hotels Ltd.

Flora

Die Vegetation in Nagarhole ändert sich entsprechend der Regenmengen, die in den verschiedenen Regionen niedergehen. Im Osten des Parks fällt am wenigsten Regen, zur Mitte und nach Westen hin nehmen die Niederschlagsmengen immer mehr zu.

Es gibt grob zwei Waldarten in Nagarhole: feuchter, Laub abwerfender Wald, dort wo der jährliche Niederschlag 1000 mm übersteigt, und trockener, Laub abwerfender Wald, wo die Niederschläge unter diesem Wert liegen. Große Teile des Waldes wurden früher gerodet und an deren Stelle Teakholz-Monokulturen angepflanzt. Wo diese Plantagen keinen Erfolg hatten, wurden die Flächen inzwischen von Sekundärwald überwuchert.

Es gibt auch verschiedene Mikrohabitate wie die sogenannten „Hadlus“, flache lehmige Talböden mit offenen, sumpfigen Savannen und Lichtungen mit kurzem Gras oder Sichtkorridoren, die geschaffen wurden, um den Touristen einen besseren Blick auf das Wild zu bieten.

Ein Damm staut den Fluss Kabini, sodass ein großer See entstand, an dessen Ufern Riesenbambus wächst. Während der Trockenzeit wird hier Wasser zu Bewässerung der Felder entnommen und der See trocknet bis auf den eigentlichen alten Flusslauf aus. Auf der vom Wasser freigegebenen offene Ebene entsteht üppiges frisches Grasland, das mehr an Afrikas Savannen als an das tropische Indien erinnert. Dieses einzigartige Mikrohabitat hat sich als Segen für den Park herausgestellt, denn hier steht frisches Gras zur Verfügung, während der Rest des Nationalparks langsam austrocknet.

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